Deutscher Breitbandkongress Berlin

Hans-Helmut Esser

Hans-Helmut Esser

Studien in Mainz, Braunschweig (SHFBK), Kaiserslautern (TU), (1971) Gründung des Instituts für Produktinnovation (IPI) in Mainz, nachfolgend Esser Design EDNetwork, (1974) Studie: "Kommunizierende Röhren", Prof. Dr. Klaus Linneweh, Hannover, Lehrtätigkeit: (1981 - 1984) Designtheorie, Entwurf, FH Wiesbaden, Internationale Design-Veranstaltungen (1983 - 2005): Europ. Design-Kongress Köln, Intern. Vd. der I.architekten (IFI), Weltkongress Hamburg, Dunlopillo Design Award London, UEA-Kongress, Mailand, ORF-TV Talk, Wien, Internationale Forschungsprojekte: "Cyberspace/Cybertex"-Hochtechnologie für innovative Funktionswerkstoffe (2001/02), "Novascape" (www.novascape.de) kontextuelles Wohn-Architektur-Konzept (2004/05/06)

Ganzheitliche Architektur-/Wohnsysteme mit Nutzung von Breitbandkommunikation und ihren Anwendungen
21. September 2006, 11:30 Uhr

Podiumsdiskussion
22. September 2006, 15:15 Uhr

Breitbandanwendungen werden unser Wohnumfeld verändern

- Interview mit Hans-Helmut Esser, Architekt und Designer, im Vorfeld des 1. Deutschen Breitbandkongresses (21./22. September in Berlin)

Frage: Herr Esser, warum halten Sie es für so wichtig, dass zum Thema Breitband ein intensiver Dialog zwischen den Marktteilnehmern in Gang kommt?

H.H.Esser: Durch die zu erwartende Entwicklung der Breitbandanschlüsse und der Breitbandtechnologie werden neue Märkte und neue Dienstleistungsangebote entstehen, die auch einen Produktivitätszuwachs zur Folge haben werden. Die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) schätzt, dass bis zum Jahr 2011 durch den Einsatz von Breitband die Zuwächse um ein Drittel in den Industriestaaten zunehmen werden.

Frage: Triple Play gilt derzeit als wichtiges Thema in den Märkten Telekommunikation und Medien. Wie denken Sie wird sich der deutsche TK-Markt in den kommenden zehn Jahren verändern?

H.H.Esser: Mit Triple Play ist das gebündelte Leistungsangebot von TV, IP-Telefonie und Internet angesprochen. Durch die Verfügbarkeit breitbandiger Zugänge (ADSL, Glasfaser...) wird sich auch der Telekommunikationsmarkt in den nächsten zehn Jahren stark verändern. In weniger als zehn Jahren wird beispielsweise der 100 Mbit/s-Breitbandanschluss den Telefonanschluss ablösen (siehe VoIP). Die Netze werden sich vereinheitlichen (siehe Triple Play...). Für die Telekommunikation werden dabei im weiteren Verlauf die Gebäudenetze ein zentrales Entwicklungsthema darstellen.

Frage: Wie ist Ihre aktuelle Prognose zum Thema Breitband und Triple Play?

H.H.Esser: Der Einsatz von Breitbandtechnologien und ihre Anwendungsbereiche werden unter anderem auch eine neue Gebäude- und Infrastruktur zur Folge haben. In der Gebäude- und Wohnarchitektur sind dadurch ganz neue Definitionen und Entwurfsstrategien gefordert und ermöglicht, die ebenso neue Funktionen und eine neue Ästhetik zum Ergebnis haben werden. Durch das Anwendungsspektrum von Breitband entstehen neue Multimedia-Infrastrukturen. Für die Gestaltung der Architektur mit ihren Wohnumgebungen entstehen damit neue Interface-Funktionen - Stichwort "Intelligent Furniture". Der Begriff "Interaktivität" wird durch die Einbindung von Elektronik (Sensorik, Aktuatorik) in die Architektur- und Möbelsysteme erweitert. Durch die Vereinheitlichung der Datennetze und die Entwicklung und Integration von digitalen Endgeräten und Schnittstellenstandards können dem Nutzer neue Applikationen unter anderem für die Bereiche Digital Home Entertainment (HDTV/Digital Wall...), Home Cinema (Video-on-Demand), Wohnbad, Wohnküche und Office-at-Home/ E-Learning et cetera interaktiv angeboten werden.

www.novascape.de

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