Deutscher Breitbandkongress Berlin

Gerhard Mack

Gerhard Mack

Gerhard Mack (*1968) ist seit Februar 2006 als Mitglied der Geschäftsleitung für den Geschäftsbereich Kabel Internet und Phone und für den bundesweiten Netzbetrieb verantwortlich. Er berichtet in dieser Funktion direkt an den Sprecher der Geschäftsführung, Christof Wahl.

Vor seinem Eintritt bei Kabel Deutschland war er in führenden Positionen bei Alcatel SEL AG in Stuttgart tätig. Gerhard Mack studierte Nachrichtentechnik an der FHTE Esslingen und absolvierte einen MBA an der EM Lyon und London Business School. Bei der Alcatel SEL AG startete er 1992 in verschiedenen Positionen im technischen Marketing und weltweiten Produktmanagement.

Infrastruktur und Triple Play
21. September 2006, 17:00 Uhr

Infrastrukturanbieter bei Breitband-Versorgung gemeinsam in der Pflicht

- Interview mit Gerhard Mack, Senior Vice President Internet & Phone bei der Kabel Deutschland GmbH, im Vorfeld des 1. Deutschen Breitbandkongresses (21./22. September in Berlin)

Frage: Herr Mack, warum halten Sie es für so wichtig, dass zum Thema Breitband ein intensiver Dialog zwischen den Marktteilnehmern in Gang kommt?

G. Mack: Der Zugang zu Breitband-Internet ist zu einem Wirtschaftsfaktor und Standortvorteil geworden und Breitband-Internet sichert somit auch den Technologie- und Wirtschaftstandort Deutschland. Der schnelle Zugang zum WWW ist mit entscheidend dafür, wo sich Privatpersonen und Unternehmen niederlassen. Nur gemeinsam können wir es schaffen, Deutschland international endlich von einem unteren Mittelfeldrang an die Spitze des Breitband-Rankings zu bringen. Gerade als Infrastrukturanbieter sind wir in der Pflicht, gemeinsam mit unseren Mitbewerbern dafür zu sorgen, dass Deutschland über eine flächendeckende Versorgung von Breitband-Internet verfügt. In einem Hochtechnologieland wie dem unseren ist dies die Voraussetzung für Forschung und Nachwuchsentwicklung und unsere internationale Konkurrenzfähigkeit.

Frage: Triple Play gilt derzeit als wichtiges Thema in den Märkten Telekommunikation und Medien. Wie denken Sie wird sich der deutsche TK-Markt in den kommenden zehn Jahren verändern?

G. Mack: So wie heute fast alle Bundesbürger mindestens ein Handy besitzen, so wird es in zehn Jahren auch gang und gäbe sein, alle Multimedia-Dienste von einen Anbieter zu beziehen. Alle wesentlichen Informationen via Fernsehen, Internet, Telefon etc. können jederzeit auf jedem beliebigen Medium empfangen werden: sei es der Fernseher zuhause, das Multifunktionshandy unterwegs, das Display im Auto. Jederzeit und überall heißen die Schlagworte: auf neudeutsch ´seamless service experience´. Triple Play ist erst der Anfang und bei Kabel Deutschland schon seit längerem fester Bestandteil des Angebots. Mit Quadruple Play steht die nächste Dimension bereits vor der Tür. Mobil-Festnetz-Konvergenz-Produkte sind in der Entstehung und werden sich rasant verbreiten: Stichwort Dual Phone. Schon in wenigen Jahren wird die grenzenlose Verfügbarkeit von jedweder Information Realität und erforderlich sein.

Frage: Wie ist Ihre aktuelle Prognose zum Thema Breitband und Triple Play?

G. Mack: Alle Multimedia-Angebote werden zukünftig mehrheitlich aus einer Hand bezogen: one stop shopping. Die Infrastrukturanbieter forcieren kombinierte Festnetz-TV-Mobilfunk-Angebote. Dadurch entwickeln und pushen sie den Breitbandmarkt in Deutschland mehr als bisher prognostiziert. Die Grenzen zwischen Festnetz, Mobilfunk, WLAN und anderen Technologien werden fließend. Für den Kunden bedeutet dies mehr Komfort, weniger Bürokratie und sinkende Preise: "any service - any place - any time".

Wir bedanken uns bei T-Com Steinbeis-Transferzentrum ScMI vdi Nachrichten Alcatel CSMG ITG